AMY - THE GIRL BEHIND THE NAME

Regie Asif Kapadia · England · 2015 · 127 Min. · E/d · 12 J

Es sind keine Vorstellungen geplant.

Als am 23. Juli 2011 Amy Winehouses Leichnam aus ihrem Londoner Reihenhaus getragen wurde, wurde ebendiese Mitglied des berühmtberüchtigten Forever 27 Club – der Reihe jener berühmten Persönlichkeiten (u.a. Kurt Cobain, Jim Morrison, Jimi Hendrix) , die im Alter von nur 27 Jahren aus dem Leben schieden. Meist in Verbindung mit Drogenmissbrauch. Genau gegen diese lapidare Version von Amys Tod versucht Asif Kapadian (Regisseur, „Senna“) in Amy anzukämpfen. Ja, Amy Winehouse hatte ein Alkoholproblem. Und sie war drogenabhängig. Und sie kämpfte seit ihrer Jugend mit Essstörungen. Doch ganz eigentlich war es der Erfolg, und die damit verbundenen Erwartungen, an denen Amy zerbrach. Der Film beginnt mit der Aufnahme einer erst 14-jährigen Amy, die Happy Birthday für eine ihrer besten Freundinnen singt. Ihre Stimme ist schon damals einmalig. Und überwältigend. Vielleicht eben zu überwältigend. Es ist diese, ihre Stimme, und natürlich ihr musikalisches Talent, die ihr 5 Grammys einbringen. 5 Grammys für eine Frau, die nie daran glaubte, mit ihrem Tun berühmt zu werden und die dies auch nie sein wollte. Mit privaten Videoaufnahmen sowie Interviews mit Personen aus Amys engstem Umfeld schafft Asif Kapadian eine unglaubliche Nähe zu der verstorbenen Musikerin. Er gewährt einen erschreckend privaten Einblick, der nicht selten an die Bilder aus der Klatschpresse erinnern. Doch bekommt man in Amy eben auch die Amy zu sehen, die sie wirklich war. Eine einst aufgeweckte junge Frau mit einem einmaligen Talent, die eigentlich nur geliebt werden wollte. Zoë Genhart

CAST:
Amy Winehouse