COSÌ FAN TUTTE

Regie Anne Teresa De Keersmaeker · Frankreich · 2017 · 208 Min. · I/d

Es sind keine Vorstellungen geplant.

Kommentar von Esma Cerkovnik
Wissenschaftliche Assistentin am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich

Oper in 2 Akten (1790)
Dauer: 3 Stunden 28 Minuten
Sprache: I / d
aufgezeichnet: Palais Garnier Paris, 2017
Dirigent: Philippe Jordan
Regie & Choreographie: Anne Teresa De Keersmaeker
mit: Jacquelyn Wagner, Michèle Losier, Frédéric Antoun, Philippe Sly, Paulo Szot, Ginger Costa‑Jackson

Auf Anregung von Don Alfonso, einem zynischen alten Philosophen, beschliessen zwei junge Idealisten die Treue ihrer Geliebten auf die Probe zu stellen. Doch die Liebe wird ihnen eine bittere Lektion erteilen. 1790, ein Jahr nach der Französischen Revolution, führen Mozart und Da Ponte in ihrer letzten Zusammenarbeit eine wissenschaftliche Untersuchung der Liebe durch. Die Musik von Così fan tutte ist wirklich außergewöhnlich – komplex in ihrer Symmetrie, heiter und doch durchdrungen von einer fast sakralen Melancholie. Eine außergewöhnliche Partitur, in der jede Note dazu bestimmt zu sein scheint, einen Verlust zu akzeptieren – sei es das verlorene Paradies, die verlorene Jugend oder eine verlorene Geliebte.
Dieses Laboratorium der Erotik konnte die Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker nur inspirieren, die sich explizit dadurch auszeichnet die innerste Geometrie eines Werkes auf der Bühne zu enthüllen. Mit sechs Sängern, die von sechs Tänzern verdoppelt werden, stellt sie das Begehren dar, das die Menschen verbindet und trennt wie die Wechselwirkungen zwischen Atomen, die, wenn sie einmal gebrochen sind, neue Bindungen möglich machen.
CAST:
Jacquelyn Wagner Michèle Losier Frédéric Antoun Philippe Sly