IMPÉRIALE / BEING SASCHA

Regie Coline Confort, Manuel Gübeli · Schweiz · 2020 · 75 Min. · F/e & Schweizerd/E/D/e · 16 (16)

Es sind keine Vorstellungen geplant.

Zwei aussergewöhnliche Schweizer Dokumentarkurzfilme reflektieren das Leben direkt oder indirekt beeinflusst durch das allgegenwertige heteronormativen Wertesystem unserer Gesellschaft. Ihre Protagonist*innen stehen ein für Diversität und Emanzipation, um (endlich) sich selbst sein zu können.

BEING SASCHA
Sascha hiess nicht immer Sascha. Aber jetzt heisst Sascha so. Sascha identifiziert sich nicht als Mann und nicht als Frau – sondern als trans non-binary. Eine Geschichte davon, was es heisst, in einer Gesellschaft zu leben, in der man nicht vorgesehen ist. Ein Blick in ein Leben, das uns unsere eigenen Kategorien hinterfragen lässt. Und ein Film darüber, was es bedeutet, sich selbst zu sein.
Mit feinem Gespühr gelingt Regisseur Manuel Gübeli ein berührendes Porträt über Sascha und Saschas Sicht auf die binäre Welt, welche die meisten von uns (unbewusst) umgibt.

IMPÉRIALE
Im Morgengrauen durchbricht ein Kanonenschuss die Stille. Die Pferde galoppieren über den geschlagenen Boden. Eva, 21, will in die Kaiserliche Reitergarde eintreten, einer historischen Nachbildung eines napoleonischen Regiments, das nur Männern vorbehalten ist. Auf der Suche nach Romantik verheimlicht sie ihre Identität, um trotz eines 200 Jahre alten Verbots in den Sattel steigen zu können. In dieser Welt aus Pulver und Rauch findet Eva endlich das, wovon sie immer geträumt hat: einen hübschen Soldaten an der Seite einer schönen Prinzessin zu sein.
Coline Conforts dokumentarisches, visuell starkes Porträt vermittelt den Genderdiskurs auf eigenwillige Art als Zeitreise in die Vergangenheit.