Dezember 2014
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Arthouse Movie 2 Arthouse Movie 2    Nägelihof 4    8001 Zürich
+41 44 250 55 10
 


 

Das Duplex mit dem Multiplex-Programm.

Im malerischen Nägelihof, nur wenige Schritte vom Limmatquai entfernt, liegen die Zwillinge der gehobenen Filmkultur. Ihr Cinéma-pur-Stil strahlt genau das aus, was hier gezeigt wird: Filmkunst vom Feinsten.

Programmschwerpunkte: Die anspruchsvollsten Studiofilme für das anspruchsvollste Publikum Zürichs.


 

Sitzplätze:
161

Soundsystem:
Dolby SR-Digital
Dolby Digital 5.1




 
 
AKTUELLES PROGRAMM
 
 
 Sa  28.02.  11:00
   F/d  16 J tickets
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AMELIE DE MONTMARTRE

Seit Mitte der 70er Jahre trug sich Jean-Pierre Jeunet mit der Idee zu diesem Film, erst ein Vierteljahrhundert später setzte er sie um. Der dannzumal 47-jährige Regisseur erfüllte sich damit einen alten Traum, nämlich „einen durch und durch optimistischen Film“ zu drehen. Er erzählt die Geschichte des überbehütet und isoliert aufwachsenden Einzelkinds Amélie, das sich in eine von skurrilen Figuren bevölkerte Phantasiewelt flüchtet. Auch als Erwachsene bleibt Amélie verträumt und stellt für sich und ihre Umgebung eine eigene, ganz neue Ordnung her – um schliesslich doch noch den Weg in die Realität zu finden. Zeitraffer und Zeitlupe wechseln sich ab; wie in einer Collage fügt Jeunet die Szenen zu einer Parabel zusammen. Poetisch kommt sie daher und illustriert die Funktion der Phantasiebildung beim Bewältigen des eigenen Schicksals. Audrey Tautou als Amélie bezaubert.

 
 Sa  21.03.  11:00
   E/df  14/12 J tickets
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CARNAGE

„Die Schicht der Zivilisation ist dünn wie eine Haut“ (Sigmund Freud). Vier Menschen in einem Raum, und jeder hasst jeden. In seiner Verfilmung des Theaterstücks „Der Gott des Gemetzels“ von Yasmina Reza lässt Roman Polanski grandiose Schauspieler aufeinander los: Winslet gegen Reilly gegen Foster gegen Waltz. Wie im klassischen griechischen Theater spielt „Carnage“ an einem einzigen Ort in einer einzigen Zeit mit einer einzigen Handlung. Polanski, ein Meister des Klaustrophobischen, lässt zwei wohlhabende Grossstadtpaare zusammenkommen; „wie Erwachsene“ sollen sie einen Streit zwischen ihren Söhnen klären. Vorerst noch betont freundlich und verständnisvoll, beginnen ihre Fassaden bald zu bröckeln. Unterdrückte Ressentiments explodieren und schlagen in offenen Hass um. Es wird geschrien, geweint, gesoffen, gekotzt. Schicht für Schicht offenbart sich der dünne Firnis der Zivilisation.

 
 Sa  30.05.  11:00
   E/d  12 J tickets
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HAPPY-GO-LUCKY

In seiner Filmkomödie um die unbekümmerte Grundschullehrerin Poppy zeigt der britische Regisseur Mike Leigh das hektische und leicht dramatische Leben einer 30-jährigen Frau, die man wohl als junge Hysterikerin bezeichnen könnte. Poppy ist stets unterwegs, um gute Laune zu verbreiten und Gutes zu tun, wobei sie damit oft anderes erreicht. In der Schule gelingt es ihr zwar, einem Schüler zu helfen, der zuhause geschlagen wird. Anderseits setzt sich Poppy durch ihr Verhalten häufig selbst gefährlichen Situationen aus, so etwa in der Begegnung mit einem Obdachlosen. Dabei schafft sie es immer wieder, ungewollt und zugleich zielsicher – mit beinahe analytischer Kompetenz also – Situationen zu provozieren, die neurotische Verhaltensmuster hervorbrechen lassen wie etwa bei ihrem Fahrlehrer oder ihrer Flamencolehrerin.

 
 Sa  17.01.  11:00
   E/d  16 J tickets
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HIGH NOON

Der unamerikanischste Western, sagen einige. Durch und durch amerikanisch, sagen andere. Gewissermassen der Vorläufer von Jack Bauer, dem Helden von „24“, der in Realzeit für Gerechtigkeit sorgt, von allen im Stich gelassen wird, seiner Mission aber treu bleibt. Oder von „Allein gegen die Mafia“. Das Idealbild des Mannes, der es mit jedem aufnimmt, dem feigen Durchschnittsmenschen den Spiegel vorhält und deshalb eher abgelehnt als bewundert wird. Eine Welt in Schwarzweiss, Gary Cooper aber als Antithese zu John Wayne: Er reitet am Ende nicht einsam in die Sonne. Ein feinsinnig inszeniertes Drama über das banale Böse, Anpassung, Angst, Aggression und unsere Ambivalenz gegenüber dem Guten. Und ein überhaupt nicht gealterter Film über den amerikanischen Traum, über das Ideal des starken, freien, unabhängigen Individuums. Und über Entscheidungen in der „Stunde der Wahrheit“.

 
 Sa  20.06.  11:00
   I/d  16 J tickets
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LA NOTTE DI SAN LORENZO

Italien im Jahr 1944. Eine Gruppe von BewohnerInnen verlässt in einer Sommernacht heimlich das toskanische Heimatdorf, um den Nazi-Besatzern zu entkommen und sich zu den US-amerikanischen Befreiern durchzuschlagen. Unterwegs in der Natur erleben die Flüchtlinge alle Stadien der Hoffnung und der Verzweiflung. Zusammen mit Partisanen werden sie in einen Kampf gegen italienische Faschisten verwickelt; die Filmsequenz ist legendär. Erzählt wird das Geschehen märchenhaft-mythisch aus der Perspektive eines kleinen Mädchens. So entsteht eine poetisch-melodramatisch überhöhte Schilderung eines Flüchtlingsdramas in einer sinnlichen Mischung von Komik und Tragödie. Die Brüder Paolo und Vittorio Taviani erhielten 1982 für ihr Meisterwerk den Spezialpreis der Jury in Cannes und erzielten im selben Jahr einen Grosserfolg auf der Piazza Grande in Locarno.

 
 Sa  11.04.  11:00
   E/d  16 J tickets
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SYNECDOCHE, NEW YORK

Caden Cotard ist Theaterregisseur. Nach der Aufführung von Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ erfährt er, dass seine Frau mit der gemeinsamen kleinen Tochter zur Eröffnung einer Ausstellung ihrer Miniaturbilder nach Berlin fährt. Die beiden kehren nicht mehr zurück. Cotard erleidet eine Nervenkrankheit und lebt fortan in seiner eigenen bizarren Welt. Als Regisseur erfolgreich, mietet er eine riesige Lagerhalle in Manhattan und baut dort die Stadtkulisse von New York nach. In einem Jahre dauernden Theaterprojekt lässt er in dieser Kulisse Schauspieler die Personen seiner Umgebung spielen, so dass sich Proben und Realität, das Drinnen und das Draussen zunehmend vermischen. Brillanter Hauptdarsteller in dieser Tragikomödie ist der kürzlich verstorbene Philip Seymour Hoffman.

 
 Mo  22.12.  15:00 20:45
   Ov/df  16 J tickets
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TIMBUKTU

Die von Mythen umwobene malische Stadt Timbuktu wird von Dschihadisten übernommen, die ihre Vorstellungen des Lebens mit Mitteln von Gewalt und Einschüchterung der muslimischen Bevölkerung aufzwingen wollen. Diese lebt zwar längst nach den Regeln des Korans und sieht sich mit einem Mal Vorschriften gegenüber, die mit ihrem Glauben nichts zu tun haben. Abderrahmane Sissako zeichnet seine religiöse Extremisten ganz bewusst nicht als üble Kerle, sie sind vielmehr ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Fanatikern, unfähig, im Alltag zu bestehen und voll von Widersprüchen. Sie kommen von überall her und haben mitunter Mühe, einander zu verstehen - sie sprechen offensichtlich nicht alle die gleiche Sprache, viele verstehen nicht einmal Arabisch. Für die Menschen in Timbuktu ist es nicht nachvollziehbar, warum sie nicht mehr rauchen, musizieren oder Fussballspielen sollen, warum selbst die Fischverkäuferin auf dem Markt Handschuhe tragen muss. Zu den Glanzpunkten dieses federleicht daherkommenden Films über die Tragödie religiösen Fundamentalismus' gehört ein Fussballspiel ohne Ball. Bravourös erzählt Sissako in atmenberaubenden Bildern und einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorhebt. Ursprünglich wollte er einen dokumentarischen Essay über die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus in der Gegend der malischen Stadt Timbuktu gestaltet, doch nachdem er vor Ort die Steinigung eines ehebrecherischen Paares durch die Extremisten erlebt hatte, entschied er sich dafür, einen Spielfilm zu drehen. Keine Schwarzweiss-Malerei, wie sie sich einzelne Filmjournalisten in Cannes wohl gewünscht hätten, dafür eine Betrachtung voller Poesie, die er der schieren und kopflosen Gewalt entgegensetzt. Die Filmjournalistinnen waren begeistert. Zurecht, wie uns scheint.

 
 Mo  22.12.  17:00
   Ov/d  16 J tickets
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WINTER SLEEP

Tschechow ist sein grosses Vorbild, daraus hat der türkische Filmemacher Nuri Bilge Ceylan nie ein Geheimnis gemacht. Innen und aussen, das Intime und die Landschaft - sie spielen auch bei ihm eine tragende Rolle. In die Hügeln und Ebenen Anatoliens hat er bereits seinen meisterlichen Spielfilm ONCE UPON A TIME IN ANATOLIA choreographiert, jetzt dringt er noch tiefer in die Landschaft vor, ja in die Erde hinein, in Häuser, die aus dem Fels gehauen sind, zu Menschen, die in der schroffen Natur Geborgenheit suchen und Distanz. In kurzweiligen 3 Stunden und 16 Minuten erzählt er uns vom Schriftsteller Ceylan Aydin, der eine Theatergeschichte schreibenwill, selber ein Besitzender ist und ein Intellektueller, der selbstgefällig mit seiner Umgebung umspringt. Ein Blick, einmal mehr, an den Rand der Welt und der Gesellschaft, um umso tiefer in sie hineinzublicken. Natur und Kultur, Männer und Frauen, Hmmel und Erde, Innen und aussen. EIn Opus Magnum, ein Filmerlebnis, das man so schnell nicht vergisst, auch und gerade eben weil es von uns allen spricht.

 
 
 
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